24 nord

Früher wär’s ein mittlerer Kleinbildfilm geworden.

24 Bilder aus vier Tagen Mech-Pom:
Schwerin, Redewisch, die Insel Poel.

Schnappschüsse. Monochrom. Sepiagetönt.

Sepia …
… ich schaue mir sehr gerne alte Fotos an.
Die Welt von damals, meine Familie, ich bei meiner Geburt – alles in schwarz und weiß und grau (oder sepia).
War halt so.
Bis ich mal überlegte, wann ich selbst eigentlich bunt geworden bin.
Als meine Eltern den ersten Farbfilm in die Kamera legten?
Oder als Oma mich dauernd nach draußen schickte: Geh an die Sonne Junge, das du ´n bißchen Farbe kriegst … ?!
Fasziniert von der Farblosigkeit des Früher, ist es spannend, wie unsere Welt ohne Farbe aussieht. Manchmal nicht so ganz anders als damals.
Und ich kann mir das Damals besser in Farbe vorstellen.

Carl Malchin …
… war ein Landschaftsmaler, der seine Motive vorwiegend in Mecklenburg fand.
Im Staatlichen Museum Schwerin gab es bis Januar 2020 eine Ausstellung seiner Werke.
Diese Ausstellung hat mich schwer beeindruckt, ich fand in den Bildern aus der Vergangenheit vieles wieder, an dem ich auf meiner kleinen Reise nach Norden vorbeikam. Und es wirkte oft gegenwärtig vertraut – die Landschaft, Farben, Stadtsilhouetten im Morgendunst. Pferde, alte Boote, die Steilküste.
Mir kam der Gedanke, das Alte sei gar nicht so weit von uns entfernt, wir sind nicht anders und moderner als die Menschen damals.
Na gut, in den Dingen schon, aber nicht im Denken, Träumen, Fühlen …

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